Guillermo
García
Calvo

Biografie

Im Januar 2011 gab Guillermo García Calvo mit der Premiere von Tristan und Isolde am Teatro Campoamor in Oviedo sein Operndebüt in Spanien. An diesem Theater leitet er seit September 2013 die dortige Erstaufführung des Ring des Nibelungen, dessen Vorabend Das Rheingold von Presse und Publikum gleichermaßen umjubelt wurde. Im Dezember 2009 dirigierte Guillermo García Calvo anstelle von Daniele Gatti die neue Produktion vonMacbeth an der Wiener Staatsoper, nachdem er kurz zuvor sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin mit der Premierenproduktion La Cenerentola gefeiert hatte.

Im April 2013 debütierte er mit dem London Symphony Orchestra im Londoner Barbican Centre als Dirigent der Gala Juan Diego Flórez and Friends.

Anlässlich des 20. Jahrestages der Rumänischen Revolution von 1989 dirigierte er im Dezember 2009 das Verdi Requiem am Piata Victoriei (Siegesplatz) von Temesvar, welches durch Lesungen der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller begleitet wurde.

Am Aalto-Theater Essen leitete er bisher eine Neuproduktion von L’elisir d’amore, sowie mehrere Vorstellungen von I Puritani, Nabucco, La Bohème und La traviata.

An der Deutschen Oper Berlin leitete er u.a. Don Giovanni, Il Barbiere di Siviglia, Carmen, Lucia di Lammermoor und Die Perlenfischer.

2015 zeichnete er für die Premiere von Falstaff, in einer Inszenierung von Graham Vick, an der Nationaloper Bukarest verantwortlich.

Im selben Jahr debütierte er am Teatro Real in Madrid mit Granados‘ Goyescas.

Guillermo García Calvo ist seit November 2004 sehr eng mit der Wiener Staatsoper verbunden, wo er für die musikalische Vorbereitung von mehr als 50 Repertoiretiteln verantwortlich gezeichnet hat. Bereits mehr als 120 mal stand er im Graben des renommierten Theaters, wo er neben der erwähnten Premiere von Macbeth zahlreiche Opern und Ballette dirigiert hat: Rigoletto, La fille du régiment, Lucia di Lammermoor,Il Barbiere di Siviglia, Die Zauberflöte, Coppélia, Der Nussknacker, Onegin, Don Quixote, La traviata, Giselle, L’elisir d’amore, Mayerling, Anna Karenina, Romeo und Julia und Schwanensee.

Guillermo García Calvo wurde 1978 in Madrid geboren und schloss sein Studium an der Musikuniversität in Wien mit einer Arbeit über Parsifal und einem Diplomkonzert ab. Dabei dirigierte er die Tannhäuser-Ouvertüre im Großen Saal des Wiener Musikvereins. Von 2000 bis 2002 rundete er seine Ausbildung als Assistent von Iván Fischer mit dem Budapest Festival Orchester ab. 2007 fungierte er als Assistent von Christian Thielemann für den Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen. Im März 2003 debütierte er als Operndirigent mit Hänsel und Gretel im Schlosstheater Schönbrunn.

Zu den zahlreichen internationalen Orchestern, mit denen er zusammengearbeitet hat, zählen unter anderen: London Symphony Orchestra, Orquesta Nacional de México, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Slowenisches Philharmonieorchester, Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern, Latvian National Symphony Orchestra, Orchestre de Chambre de Genève, Orquesta de Valencia, Orquesta de la Comunidad Valenciana, Orquesta Sinfónica de Barcelona y Nacional de Cataluña, Orquesta Sinfónica de Bilbao, Orquesta Sinfónica de Tenerife, Orquesta Sinfónica de Galicia, Orquesta Filarmónica de Málaga, Orquesta Sinfónica del Principado de Asturias, Orquesta Ciudad de Granada, Orquesta Sinfónica de la RTVE (Spanisches Rundfunksymphonieorchester), Orquesta Sinfónica de Madrid und Orquesta de Castilla y León.

Zukünftige Engagements von Guillermo García Calvo umfassen u.a. weitere Auftritte an der Wiener Staatsoper (Il Barbiere di Siviglia, L’elisir d’amore), eine Neuproduktion der Walküre in Oviedo, sein Debüt mit dem Spanischen Nationalorchester (Orquesta Nacional de España) mit Liszts Faust-Symphonie und einer Aufführung und CD-Aufnahme der Oper Elena e Malvina von Ramón Carnicer, Ballettvorstellungen am Pariser Palais Garnier sowie sein Debüt an der Opera di Firenze mit dem Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino.

Im Oktober 2013 wurde Guillermo García Calvo von der spanischen Musikzeitschrift Codalario als Bester Künstler 2013 ausgezeichnet.

Die von ihm geleitete Produktion von Curro Vargas in der Inszenierung von Graham Vick am Teatro de la Zarzuela in Madrid erhielt im November 2014 die renommierte spanische Auszeichnung Premio Campoamor.

(Juli 2015)