Guillermo
García
Calvo

Biografie

Im Januar 2011 gab Guillermo García Calvo mit der Premiere von Tristan und Isolde am Teatro Campoamor in Oviedo sein Operndebüt in Spanien. An diesem Theater leitet er seit September 2013 die dortige Erstaufführung des Ring des Nibelungen, dessen Vorabend Das Rheingold von Presse und Publikum gleichermaßen umjubelt wurde. Im Dezember 2009 dirigierte Guillermo García Calvo anstelle von Daniele Gatti die neue Produktion von Macbeth an der Wiener Staatsoper, nachdem er kurz zuvor sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin mit der Premierenproduktion La Cenerentola gefeiert hatte.

Guillermo García Calvo ist seit November 2004 sehr eng mit der Wiener Staatsoper verbunden, wo er über 200 Opern- und Ballettabende dirigiert hat: L'elisir d'amore, Rigoletto, La fille du régiment, Lucia di Lammermoor, Il Barbiere di Siviglia, Die Zauberflöte, Nabucco, La Sonnambula, La Traviata, Coppélia, Der Nussknacker, Onegin, Don Quixote, Giselle, Mayerling, Anna Karenina, Romeo und Julia und Schwanensee.

Guillermo García Calvo wurde 1978 in Madrid geboren und schloss sein Studium an der Musikuniversität in Wien mit einer Arbeit über Parsifal und einem Diplomkonzert ab. Dabei dirigierte er die Tannhäuser-Ouvertüre im Großen Saal des Wiener Musikvereins. Von 2000 bis 2002 rundete er seine Ausbildung als Assistent von Iván Fischer mit dem Budapest Festival Orchester ab. 2007 fungierte er als Assistent von Christian Thielemann für den Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen. Im März 2003 debütierte er als Operndirigent mit Hänsel und Gretel im Schlosstheater Schönbrunn.

Mit Beginn der Spielzeit 2017/18 übernimmt er die Position des Generalmusikdirektors der Theater Chemnitz und der Robert-Schumann-Philharmonie.

Zukünftige Engagements von Guillermo García Calvo umfassen die Neuproduktionen von Un ballo in maschera, Das Rheingold und Die Fledermaus in Chemnitz, Siegfried in Oviedo, Stiffelio bei Verdi Festival in Parma, L'elisir d'amore an der Wiener Staatsoper und im New National Theatre Tokyo, Rigoletto an der Deutschen Oper Berlin, eine Gala mit Juan Diego Flórez beim Müpa Budapest sowie Konzerte mit der Orquesta Sinfónica de Tenerife und Ivo Pogorelich beim Festival de Canarias.

Im Oktober 2013 wurde Guillermo García Calvo von der spanischen Musikzeitschrift Codalario als Bester Künstler 2013 ausgezeichnet.

Die von ihm geleitete Produktion von Curro Vargas in der Inszenierung von Graham Vick am Teatro de la Zarzuela in Madrid erhielt im November 2014 die renommierte spanische Auszeichnung Premio Campoamor.

Im Mai 2017 erhielt er den Internationalen Leonardo da Vinci Preis, der jährlich von zehn europäischen Rotary Clubs verliehen wird.